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Für mich nur das Beste

Wie erfolgreich muss eigentlich ein Coach und Berater selbst sein, damit er den Ansprüchen seiner Klienten, "nur das Beste 
für mich" genügt?

Eine spannende Frage, zumal es in der Geschichte immer wieder ausgesprochen talentierte Menschen auf vielerlei Gebiet gab, 
die selbst alles andere als erfolgreich waren. Oder, muss ein Arzt kerngesund sein, um anderen Menschen helfen zu können? 
Mein früherer Hausarzt, der mir als Jugendlichem so manches Mal die eine oder andere Mathearbeit half, erfolgreich zu verschieben, litt auf Grund seines starken Tabakkonsums an einer chronischen Bronchitis die sich durch lautstarkes dauerndes röcheln und keuchen (sehr wahrscheinlich noch mit asthmatischen Anfällen gepaart) bemerkbar machte.

Auf dem Weg von der Tür zu seinem Schreibtisch überfiel mich dieser Gedanke, wie gesund ich doch in Wirklichkeit bin so das 
ich am liebsten gleich wieder verschämt aus dem Sprechzimmer geflohen wäre.

Aber als Arzt war der Mann ein richtig guter Mediziner, einer von der Sorte, die nicht nur gut zu diagnostizieren wusste, sondern auch die Kunst des Zuhörens beherrschte. 

Aus der Psychologie der geschätzte Fritz Perls, der feinste Regungen seiner Klienten in kürzester Zeit wahrnahm, in atemberaubender Geschwindigkeit Prozesse in Gange setzte, bei denen die Patienten des allseits anerkannte Sigmund Freud 
noch nicht einmal eine entspannte Position auf der Couch eingenommen hatten, — dafür aber übergewichtig, Kettenraucher 
und wie man lesen kann, auch kein Freund der Frauen gewesen sein soll.

Nicht zuletzt, die Frage nach einer schlüssigen Definition von Erfolg selbst, die auch immer abhängig vom gesellschaftlich 
aktuellen Hintergrund, den eigenen Zielen und solchen "kleinen Nebensächlichkeiten" wie Visionen und Träumen und den erforderlichen Ressourcen zur Umsetzung dieser ist.

Um vom Erfolg zu sprechen, kann ich im Grunde nur von meiner persönlichen Sicht, meinen Werten und meinem 
Lebensplan ausgehen.

Das alte Spiel: Meine Residenz, mein Stream Jet und meine Adoptivkinder hat sich ja immer mehr zu einer Karikatur von Erfolg denn als ein verlässlicher Gradmesser erwiesen.

Solange ich zum Beispiel, und da war ich ziemlich ausdauernd, das Gefühl hatte, all das für mich erreichen zu wollen, so lange 
ich derartigen Chimären nacheilte (und, zugegeben, ich war schon ein gutes Stück voran gekommen auf diesem Weg) hatte ich 
mich jeglicher Chance beraubt, klar auszumachen, worum es mir in meinem (Berufs)Leben wirklich gehen kann und wie sich dies 
in einem erfüllten Leben ausdrücken kann.

Das ich heute als Coach (und, wenn man so will, Erfolgstrainer) tätig bin, birgt beinahe schon wieder ein Stück Ironie in sich.





   




Wenn meine Klienten am Ende eines Coachings oder Seminars realisieren, das ihre wichtigsten Mittel und Ziele nicht in der Zukunft, sondern im Gewahren des Augenblicks liegen, dass Begriffe wie Anfang und Ende Hilfskonstrukte unseres Geistes darstellen, die häufiger Autonomie und Authentizität verhindern als diese zu unterstützen, dann betrachte ich das als einen Erfolg. 

Zahlreiche Erfolgstrainer der Neuen wie Alten Schule verweisen immer wieder gerne auf die Seele, das Unbewusste, das es gilt wahrzunehmen und auszurichten. 

Das erscheint mir stimmig und richtig, die Frage ist: Wie genau kann dies vor sich gehen, was ist damit eigentlich gemeint?

Um kontinuierlich erfolgreich zu sein, jenseits von Wohlstand, Karriere und einem gehobenen Freundeskreis (wunderbare Nebenprodukte! Mehr davon... ;-) erscheint es mir notwendig, das wir einen hohen Grad an Übereinstimmung mit unseren 
eigenen Gefühlen und Bedürfnissen erlangen, die wesentliche Vorraussetzung, um Mitgefühl und Verständnis für andere entwickeln zu können. Geben und empfangen statt nehmen und fordern; nicht weil es sich moralisch so gut macht, sondern 
einfach eine Gesetzmäßigkeit enthält, die universal gültig und Grundlage jeglicher nachhaltigen Entwicklung ist.

Dies ist sicherlich nicht trivial, dazu verfügt es auf dem ersten Blick auch nicht über die gleiche Anziehungskraft wie der 
"Fünf Minuten Millionär".

Nach meinen Beobachtungen und eigenen Erfahrungen lohnt sich aber ein zweiter wie auch jeder weitere Blick durchaus, 
können wir hier doch genau das Potential, das unsere Einmaligkeit und Unverwechselbarkeit ausmacht, finden und erfolgreich 
auf die Strasse bringen. Frei von jeglichem Schilderwald und Abwrackprämien.

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